Die Baumwächter

Kinder der Klasse Mb gestalten ihre Ideen in der Planungsphase

 

Das Team der Marco Polo Grundschule und der Förderverein der Schule VFF e.V. haben ein wertvolles Projekt im Zusammenspiel von pädagogischer und ökologischer Nachhaltigkeit ins Leben gerufen:

"Die Baumwächter".                Mit einem Klick auf die "Die Baumwächter" öffnet sich das Konzept!

 

Wir, die Schülerinnen und Schüler sowie die Pädagoginnen und Pädagogen möchten das Schulgelände neu gestalten. Unser Schulhof soll grüner, spannender und ein zweiter Lernort neben den Klassenräumen werden. 

Die einzeln gepflantzen Bäume auf unserem Schulhof können aufgrund des schlechten Bodens nicht wachsen. Sie spenden kaum Schatten und deshalb ist es besonders im Sommer unerträglich heiß. So entstand die Idee, jede Klasse pflanzt noch einen Baum. Doch aus dieser Idee ist viel mehr geworden!

Das Konzept sieht statt der ursprünglich geplanten Einzelbepflanzung die Installation sogenannter Überlebensinseln vor. Das sind Bereiche mit dichter Bepflanzung, die auf dem Schulgelände verteilt angeordnet werden und wie Inseln in der umlaufenden, frei bespielbaren Rasenfläche liegen. Damit entstehen Habitate mit sich gegenseitig schützenden und fördernden Bäumen und Sträuchern in diversen Wuchshöhen. In diesen unterschiedlichen Etagen entstehen Lebensräume für Insekten, Vögel, Kleinnager und besondere Mikroorganismen.

In Anlehnung an den Forscher und Reisenden Marco Polo sollen die Inseln verschiedene Zonen der Erde repräsentieren und Pflanzen aus den jeweiligen Regionen zeigen. Die große Vielfalt verschiedener Bäume, Sträucher etc. soll überraschen, verwundern und faszinieren. Ziel ist es, den Entdeckerwillen der Kinder zu fördern. Spezielle Berücksichtigung bei der auswahl finden sogenannte "Klimagehölze". die besonders gut mit den veränderten Umweltbedingungen, wie Hitze und Trockenheit, umgehen können.

Diese Neugestaltung soll der Beginn und die Grundlage sein für einen neuen Weg der Schule im Umgang mit der Natur. Ziel muss es sein, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ein Umwelt- und Naturbewusstsein zu entwickeln, das nachhaltig prägend wirkt. Dabei sind der direkte Kontakt zur Natur, eigenes Entdecken und Erforschen sowie das Erleben der natürlichen Prozesse die wichtigsten Kriterien. Die dafür zu gestaltenden Flächen benötigen Vielfalt und eine differenzierte Raumgliederung. Diese schaffen Spannungsmomente beim Betreten von einem Raum in den anderen, ohne diesen vorher einsehen zu können. Je kleinräumiger und vielfältiger das Außengelände gestaltet ist, desto besser wird es den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler nach Bewegung, Erholung und Lernen gerecht. Grundschüler benötigen zudem Wildnis, auch wenn es nur kleine Bereiche sind. Hier verbergen sich viele spannende Erlebnisse: unter Laub und totem Holz lebt eine Vielzahl von Organismen, "kleine Ungeheuer".

Die Beteiligung der Kinder an der Planung und Durchführung der Umgestaltungsmaßnahme ist einer der wichtigsten Punkte und fördert die  soziale Handlungskompetenz, den Erwerb praktischer Fertigkeiten sowie das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule. Das schafft Selbstvertrauen durch den Stolz auf das Erreichte, fordert das Verantwortungsgefühl gegenüber Natur und Mitmenschen sowie trainiert mit der friedlichen Lösung von Konflikten und Durchsetzung mehrheitsfähiger Interessen demokratisches Handeln. Neben der Wissensvermittlung im Unterricht über Bäume, Tiere, Artenvielfalt und Klimaschutz ist die Patenschaft, also die Verantwortung , die Pflege und der direkte Kontakt zu den Bäumen das zentrale Thema und ermöglicht so den Umgang von der Planungsphase in den Schulalltag.

Kinderzeichnung in der Planungsphase